WELTFRAUENTAG – in einem Land mit liebenswerten Menschen, hohen Bergen und tiefer Armut – NEPAL

Nichts würde zu mir besser passen, als von Frauen zu erzählen, die mir in Nepal begegnet sind, denn sie sind soooo bewundernswert…

Internationaler Frauentag (englisch International Women’s Day, kurz IWD), Weltfrauentag, (InternationalerFrauenkampftag oder kurz Frauentag ist der Name eines Welttags, der jährlich am 8. März begangen wird. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen…

Es gibt so viele besondere Frauen auf dieser Welt, ich habe mich für die Unterstützung der Frauen in Nepal, aber auch deren Kinder und Familien entschieden. Manisha Basnet, eine Schuldirektorin die ihr ganzes Dasein mit Herz und Verstand einem Schulprojekt widmet, ist für mich eine davon!

Kennen gelernt habe ich sie als junge Lehrerin , aber schon bald kristallisierte sich heraus, dass sie der Leitung unserer Schule, der Dolphin Magic School gewachsen ist, denn ihr Einsatz und ihre Liebe in all ihrem Tun war und ist grenzenlos! Als mir vor wenigen Tagen bewusst wurde, dass der Weltfrauen – Tag in wenigen Tagen sein wird, dachte ich an meine vielen innigen Freundschaften mit besonderen Frauen in Nepal, oder aber auch an nepalesische Frauen, deren Lebensgeschichte mir erzählt wurde, oder herausfordernde Schicksale, die ich selbst miterlebte. So war mir klar, meine diesjährige Aufmerksamkeit und Widmung soll den Frauen in Nepal zugute kommen!

Umso mehr Freude ist es mir auch, dass Manisha Basnet meiner Bitte gefolgt ist und ein paar Zeilen für euch nieder geschrieben hat. Über ihr eigenes, sehr gesegnetes Leben und über das Leben der Frauen in Nepal, ein teilweise sehr bewundernswertes und herausforderndes…

Bevor MANISHAS BRIEF an alle großartigen FRAUEN und HELFERINNEN in ÖSTERREICH folgt, noch einiges zum Projekt und den Werdegang!!

Ich darf euch noch kurz erzählen, wie ich meinen Weg nach Nepal gefunden habe und was mich dazu bewegt hat, soviel Einsatz zu geben!

Da auch ich Frau und Mutter bin, habe ich all die besonderen Begegnungen und Erlebnisse in Nepal meinem Sohn Stefan zu verdanken, denn er setzte den Grundstein dafür im Jahr 2007, als er den innigen Wunsch ausgesprochen hat, er würde so gerne seinen kleinen Bruder Aayush in Nepal besuchen. So begaben wir uns in den Sommerferien auf die Reise…

Wie es dazu kam, dass unser Herz in Nepal hängen geblieben ist? Es waren die so vielen herzlichen und innigen Begegnungen, die Demut und Dankbarkeit der Menschen.

Ich möchte euch von einigen Begegnungen mit Frauen in Nepal und deren Leben erzählen, aber auch von zwei Frauen aus dem Weinviertel, beiden möchte ich ein besonders GROSSES DANKESCHÖN aussprechen, Lilly Dippold – Weinviertlerin und CHI MAGAZIN „Schreiberin“, als auch Ilse Reitner – Bezirksblätter Mistelbach „Berichterstatterin“. Beide sind mittlerweile sehr oft auf mich zugekommen, haben über unseren Einsatz in Nepal geschrieben und haben mich bei meinen Vorhaben, wenn es um die Veröffentlichung diverser Benefiz-Veranstaltungen zugunsten Nepal ging, großzügig mit Werbung unterstützt. Mittlerweile sind beide durch ihre Erzählungen so mit dem Projekt in Nepal verbunden, sodass auch beide eine Patenschaft übernommen haben. Ich darf Lilly als auch Ilse zu unseren mittlerweile 160 glücklichen Patenmüttern/ Eltern zählen.

Zum Einstieg folgend von Lilly Dippold in der Weinviertlerin, ein Bericht warum ich mich entschlossen habe mit Tom Stuppner aus Mattsee, einen eigenen Verein zu gründen, für jene, die es genau wissen möchten 🙂 schließlich habt ihr Leser uns schon unzählige Male mit euren Spenden bewusst und auch unbewusst unterstützt, sei es die Spendenbox in der Lichtquelle, der Besuch von verschiedenen Benefiz Konzerten oder div. Veranstaltungen wo des Buffet zugunsten „Friends for Nepal“ gab, vor allem nach dem Erdbeben im Jahr 2015. Also ich denke, der DANK betrifft euch dankenswerter Weise mittlerweile alle!!!

Die Grundsteinlegung dafür war zu meinem 40. Geburtstag, also mittlerweile vor 12 Jahren und was ist aus dieser Idee geworden?

Ich wünsche euch von Herzen, nehmt euch für den folgenden 5 minütigen Beitrag Zeit, um mitzuerleben, was wir mit euch, den Unterstützern des Vereins „Friends for Nepal“, schon alles umsetzen konnten – ich vermisse meine kleinen und großen Lieblinge…

Auch entdeckte ich im Video einen jungen Wildendürnbacher, Gerald Fritz, der für einige Wochen mit seiner Freundin als Volunteer mitgeholfen hat. Auch mein Lebensgefährte Ewald beim Streichen des Küchenreals, wofür ihn die Nepalesinnen sehr dankbar waren. Es ist nicht so einfach wie bei uns, dass es ein Regal zu kaufen gibt. Man verbringt Tage um alles Zubehör zu organisieren, und dann ist die Freude natürlich umso größer und anhaltender, wenn ein Regal in der Küche steht, wo mittlerweile für über 150 Kinder mittags gekocht wird…

…all das zu meinem liebevollem Tun in Nepal, doch hätten wir nicht Frauen wie Manisha Basnet gefunden,

so würde unser Einsatz und Bemühen in Österreich nicht so großartiges bewirken können. Sie ist Schuldirektorin mit Leib und Seele!!!

MANISHAS BRIEF an alle großartigen FRAUEN und HELFERINNEN in ÖSTERREICH

Liebe Brigitte und Ewald,

Namaste und ich hoffe es geht euch gut.

Ich werde aus ganzem Herzen über die Frauen in Nepal, ihre Lebensumstände und ihre Grenzen sprechen. Ich möchte Euch für diese Möglichkeit danke sagen.

Erstens bin ich auch eine glückliche, verheiratete Frau aus dem Himalaya und stolz seit 4 Jahren die Direktorin der Dolphin Magic School sein zu dürfen.

Lassen Sie mich zuerst mehr über mich erzählen. Ich wurde in einem kleinen Dorf namens Challins in Bhaktapur östlich von Kathmandu geboren. Ich wuchs mit zwei Schwestern und einem Bruder dankbar unter einem starken Schutzschirm von Liebe und Hingabe unserer Mutter Manu Basnet auf, der stärksten Frau, dem bescheidensten und liebevollem Wesen, dem ich je begegnet bin. Unser Vater starb viel zu früh. Ich oder wir können von unserem Vater kaum etwas erzählen, da die Erinnerungen an ihn sehr vage sind, wir waren alle noch sehr klein.

Unsere Mutter hatte die ganze Verantwortung. Manchmal war sie unsere große Schwester, manchmal ein kleines Kind, die meiste Zeit aber war sie Vater und Mutter zu gleich. Sie zog uns auf, beschenkte uns mit guter Erziehung und half uns unsere Bestimmung zu finden.

Die meisten Frauen hier in Nepal haben nicht einmal eine Ahnung davon, dass es einen FRAUENTAG gibt. In entlegenen Dörfern ist es Frauen nicht gestattet, während der Menstruation das Haus zu betreten. Ihr Alltagsleben ist so voll von Schwierigkeiten, dass sie auf ihre eigene Freude und Hygiene vergessen.

In vielen Regionen ist die Hochzeit der Faktor, der das weitere Leben der Frauen bestimmt. Falls die Familien einen großen Teil an Mitgift zahlen können, können sie parallel mit der Erwartung der Bräutigamfamilie leben. Wenn sie arm sind und nicht genügend Geld für die Mitgift aufbringen können, dann werden sie in Armut weiter leben. Wie auch immer, in den letzten Jahren hat sich viel geändert. Die Leute sind gebildeter und finden dieses Mitgiftsystem nicht mehr zeitgerecht.

Nepal ist ein vielfältiges Land mit einer vielfältigen Geographie. Wie auch immer, das Leben der Frauen hat sich bis auf ein paar Ausnahmen nicht sehr verändert. Die meisten verbringen ihr Leben mit ihrer Haushaltsarbeit, haben die Erwartungen ihrer Familie zu erfüllen und nur wenige gehen ins Abenteuer des Lebens, das sie dann mir ihrer Glücklichkeit erfüllt ist.

Jede Frau ist speziell. Jede Frau sollte die Ketten der Grenzen brechen und in die Welt eintauchen, die auch für jede Frau voll von Möglichkeiten ist. Eine Frau zu sein ist ein Segen. Niemand kann lieben wie eine Mutter, eine Mutter zu sein heißt auch eine ganze Familie in ihrem Herzen zu tragen. Ich möchte allen wunderbaren Frauen da draußen einen schönen FRAUENTAG wünschen. Seid wer ihr seid.

In Liebe Manisha

Hugs,

Manisha

Kurze Erzählungen von FRAUEN die mir im BERGDORF LAMA GAUN begegnet sind

Im Gebiet Lama gaun, nahe Pharping dem heiligen Tal, wo die Schule gebaut wurde, durfte ich bei kleinen Wanderungen mit den Kindern, begleitet von Manisha oder deren Schwester Usha immer wieder vielen Frauen begegnen, deren Leben ein sehr bewundernswertes ist.

Diese Frau lebt davon, dass sie einmal jährlich, im April wenn der Orchideenbaum in voller Blüte ist, in den Bäumen wie eine Elfe herumhüpft und vorsichtig die Blüten pflückt, liebevoll und vorsichtig in Körbe legt und diese dann täglich mit einigen Stunden Fußmarsch in den nächsten Ort bringt. Autofahrer nehmen diese Blüten dann nach Kathmandu mit, um diese am Markt zu verkaufen. Diese Blüten werden in Nepal wie Gemüse gewürzt und gegessen. Ich hab den Salat zwar gekostet, aber es war mir um diese wunderschönen Blüten leid, ich hab sie lieber bewundert! Diese Frau war eine sehr herzliche Erscheinung.

Dieser Frau begegnete ich ebenfalls als wir auf den Berg hinauf wanderten. Sie klagte vor Schmerzen in der Brust und die Kinder kannten sie. Sie wussten, dass sie alleine in einer Hütte wohnt. Wir luden sie zu uns in Haus ein, wir gaben ihr Tee und zu Essen und versprachen ihr uns für den nächsten Tag um einen Arztbesuch zu kümmern. Es schien, als hätte sie in unserer herzlichen Umgebung die Schmerzen vergessen, so durften wir noch einen schönen Abend mit ihr verbringen. Umso glücklicher ist unser Verein, dass wir vor 4 Jahren auch eine Health Station nahe der Schule eröffnen konnten, um auch den alten und kranken Menschen in der abgelegenen Region ärztliche Versorgung bieten zu können.

Es ist nicht zu glauben, aber folgende Frauen haben, ich kann wahrlich sagen über Monate hinweg, die Steine über steiles Gelände hinauf zum Grundstück der Schule getragen, so entstand das Fundament… Sooo bewundernswert! Wir haben geschnauft auch ohne Last zu tragen, geschweige denn Körbe voll mit Steinen…

Ein kleiner, jedoch besonderer Eindruck, wie das Leben im Bergdorf Lama gaun aussieht. Holz holen zum Kochen auf den offenen Feuerstellen im Haus, Gras für Kühe wird gesammelt, Wasser wird geholt…

Nach dem Erdbeben im Jahr 2015 sind viele Wasserquellen versiegt, wir konnten neue Quellen erfassen, riesige Wasser Tanks wurden gebaut und nun werden mit der neu gelegten Wasserleitung etwa 900 Häuser mit ca, 4.500 Personen mit frischem Trinkwasser versorgt. Ihr könnt vielleicht erahnen, wie groß die Freude und Dankbarkeit der Menschen an unseren Verein ist!!!

Zwei herzliche Frauen, die dafür sorgen, dass unsere Kinder gut versorgt sind.

Auch gibt es viele erwähnenswerte Frauen aus Österreich, welche mittlerweile schon Vorort unser Projekt besucht haben, mit erlebt,

mit gewirkt und noch immer sehr mit den Kindern und dem Land verbunden sind, so wie es anfangs unser Wunsch war.

Denn unser Vorsatz war und ist, immer offene Türen für alle zu haben, um sich selbst Vorort ein Bild machen zu können.

ALINA besuchte das erste Mal im Jahr 2012 mit ihrer Mutter MARGIT HODECEK ihren kleinen Bruder Sunil,

nach wie vor mit dem Herzen innigst verbunden!

Drei Frauen, ANNA GLANER, HELENE SPIESS und KARIN TROJAN gaben mir bei all meinen Reisen für ihr Patenkind Dipika persönliche Geschenke mit.

Weiters war ANDREA LÖW in der Dolphin Magic School und konnte erleben, wie liebevoll der Klassenraum,

den sie mit Spenden bei ihren Kreistanz Gruppen in Österreich finanziert hat, gestaltet und belebt wird! Herzlichsten DANK auch an Andrea!

PATRICIA GRAWATSCH, Volksschuldirektoirn in Groß Harras, Gast und Patenmutter der ersten Stunde, gab mir immer originelle Mitbringsel für „ihre Gori“ mit, ein Mädchen mit unglaublich großem Herz.

Mittlerweile ist Gori heran gewachsen und hat sich zur Ausbildung einer Krankenschwester entschieden. DANKE an die 3 Patenmütter, welche sich der Unterstützung von Gori seit vielen Jahren annehmen und sie auch am Weg ihrer beruflichen Ausbildung unterstützen!!! NAMASTE!!!

Eine sehr innige Verbindung haben auch Alina und Anabell Wiesinger zu ihrem kleinen Bruder Bhiraj aufgebaut, ob Weihnachten oder Alltag, sein Foto ist immer mit dabei 😉 Deren Vater, Musiker Bernhard Wiesinger, war der erste Patenvater, der nach dem katastrophalen Erdbeben im April 2015 zu einem Benefiz Konzert im Stadtsaal Mistelbach eingeladen hatte. Viele Patenmütter haben Süßes gebacken und Brötchen vorbereitet, viele Weinbauern haben uns unterstützt, an jenem Sonntag Nachmittag wurden großartige und sehr hilfreiche €8.000,–gespendet! Alle waren überwältigt von der so berührenden und besonderen Musikveranstaltung! NAMASTE

Der große Wunsch der Familie ist es, Bhiraj einmal persönlich kennen zu lernen, bis jetzt war es meine besondere Aufgabe sinnvoll benötigte Geschenke und liebevolle Basteleien nach Nepal mitzubringen:-)

Daniela Forwick aus Niederkreuzstetten hat sich zuletzt mit ihrem Mann Heiko für zwei Patenkinder entschieden, welche wirklich großer Hilfe bedürfen…

…und ich könnte noch viele weitere Pateneltern die ihr wahrscheinlich auch kennt aufzählen, Marianne Rott, Monika Woditschka, Birgit Rannert,…aber lasst euch von ihnen selber erzählen… 🙂 Und Unterstützerinnen, die unsere kleinen Lieblinge besucht haben wie Barbara Reiter, Waltraut Krischany, Sonja Hurter…

Wir können immer wieder „nur“ ein herzlichstes DANKESCHÖN aussprechen wissend, dass all jene im NAMEN der NÄCHSTENLIEBE einen sehr besonderen Schritt tun!

NAMASTE im Name des Vereins „Friends for Nepal“ an euch alle für euer bisheriges Tun!

https://www.himalaya-development.org/de/aktiv-helfen/patenschaft/

Natürlich sind wir für jede weitere Hilfe dankbar, denn wir wissen, dass es auch für viele von euch in der jetzigen Situation nicht immer einfach ist anderen zu helfen, deshalb umso mehr DANKE!

Wer Lust auf mehr hat, selbst unterstützen möchte, ein Patenkind alleine oder mit Freunden gemeinsam teilen möchte, ich bin gerne jederzeit bereit euch genaueres wissen zu lassen.